Ein Großteil der in Deutschland angesiedelten Unternehmen und somit ein Großteil der Arbeitgeber, gehören den mittelständischen Unternehmen an. Doch was genau bedeutet dieser Begriff?
Als mittelständisches Unternehmen wird eine Firma, oder Kette bezeichnet, welche unabhängig von ihrer effektiven Rechtsform, eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt und weniger als 250 Angestellte besitzt und der Jahresumsatz nicht die 50 Millionen-Grenze übersteigt. Die Tätigkeit kann in verschiedenen Bereichen stattfinden, so gehören hierzu handwerkliche Tätigkeiten, Personengesellschaften, oder Vereinigungen, welche regelmäßig einer wirtschaftlichen Tätigkeit nachgehen.

Branchen der mittelständischen Betriebe

Nicht verwunderlich ist, dass die meisten mittelständischen Unternehmen den Sektoren: Wissensintensive Dienstleistungen, sonstige Dienstleistungen und dem Baugewebe angehören . Dazu zählt u.a.: Telekommunikation und Informationsdienstleistungen, Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, Rechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung, Forschung und Entwicklung, Werbung und Marktforschung, Gesundheitsdienste, Kreative und künstlerische Tätigkeiten, Reinigungsagenturen, Beratungsagenturen und eben der Bausektor.
Wenn man eine klassische Firma in diesem Sinne denkt, wird schnell klar, dass eben genau diese Art von Unternehmen in die Definition, wie oben gesehen, fallen.
Werden hingegen alle Unternehmensgruppen miteinbezogen, sind die größten Arbeitgeber: Verarbeitendes Gewerbe, Handel & Sozialwesen. Auch das verwundert nicht, wenn man an große Fabriken, Supermarktketten und den sozialen Bereich denkt.unternehmen-im-wandel

Umsätze und Beschäftigte mittelständischer Unternehmen

Im Jahre 2015 hatten 82 % der deutschen mittelständischen Unternehmen weniger als fünf Beschäftigte. Dies verwundert, da die Definition ja besagt, dass diese Art von Unternehmen als mittelständisch gelten, wenn sie bis zu 250 Angestellte haben. Nur rund 2% der Unternehmen hatten hier bis zu 250 Angestellte.
Auch die Umsätze verwundern, da im Jahr 2015 87 Prozent der deutschen mittelständischen Unternehmen einen Jahresumsatz von bis zu 1 Million Euro erzielten. Nur rund 2 % der Unternehmen machten hierbei einen Umsatz von bis zu 50 Millionen.
Daraus folgt, dass der Großteil dieser Unternehmen eher im Kleinen fungiert, sei es individuell als Arbeitgeber, aber auch bei den Umsätzen.

Entwicklung und Fazit

Fakt ist, dass mittelständische Unternehmen die Basis der deutschen Wirtschaft sind und bleiben. In den letzten Jahren ist wiederum ein Aufschwung des Mittelstandes zu verzeichnen, da diese Art von Unternehmen einige Vorteile gegenüber ihren großen Brüdern aufweisen können. Dazu gehört, dass in diesen Unternehmen noch oft ein familiäres Klima herrscht, die Hierarchien klar strukturiert und die Aufgabenbereiche klar geregelt sind, was wiederum Missverständnissen und unnötige Arbeiten vorbeugt. Auch können Probleme oft leichter geregelt werden, da dies Aufgabe des Oberhauptes ist. Zudem verschwindet man in solchen Unternehmen nicht einfach in der Masse wie es bei Großunternehmen oft der Fall ist. Auch individuelle Leistungen und Errungenschaften werden oft mehr geschätzt und man ist individuell schwerer ersetzbar.
Die Beschäftigung dieser Unternehmensart blieb in den letzten Jahren kontinuierlich auf dem gleichen Stand. Einen Peak gab es 2007, welcher aber 2009 wieder ausgeglichen wurde.
Umsatzmäßig sind die Betriebe wieder im Aufschwung, wobei die größten Peaks 2006 und 2011 zu verzeichnen waren.

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